Die Antwort lautet leider: nein. Nur in wenigen Fällen lässt sich ein Preis am Markt durchsetzen, der sowohl die Kosten deckt als auch Gewinn ermöglicht. Die Ausgaben für Anschaffung, Wartung und die Erfüllung der Kundenansprüche sind in der Regel schlicht zu hoch.
Wie lange dauert es, bis sich die Anschaffungskosten amortisieren? Wie viel Zeit müssen Mitarbeitende dafür aufwenden? Und wie kann der Service bereitgestellt werden, den Velotouristen erwarten?
Ich habe einmal ein Ausflugsangebot von Airolo nach Biasca erstellt; praktisch nur bergab, eigentlich «so was von wunderbar»:
Tourbeschreibung auf Ticino Weekend
Es gab früher tatsächlich einen Anbieter für diese Strecke, doch offenbar lohnte sich dieses nicht. Viele Gäste reisen daher mit dem eigenen Velo an, was in überfüllten Zügen oft zu Problemen führt, da nicht immer ausreichend Platz vorhanden ist.
Ein Zitat aus einem Hotel – Sinnbild für den Veloverleih in Randregionen
Unser Hotel hat lange Zeit zu günstigen Tarifen Velos verliehen. Es war ein Draufzahlgeschäft. Mittlerweile bringen die Gäste meist ihre eigenen Velos mit, vor allem E-Bikes. „Mit einem sehr günstigen Mietpreis würde manch einer auf die aufreibende Mitnahme per Bahn verzichten. Und das bringt bestimmt viele Ausflügler in die Region.“ (Martin Stamm, Hotelier)
Velotourismus ist Teil des öffentlichen Verkehrs. Er rentiert sich in Randregionen zwar selten, ist aber ökologisch, bereitet Spass und wäre eine hervorragende Werbung für jede Region.





