Wer beim Radfahren gerne über den Tellerrand – und über Landesgrenzen – blickt, findet im Herzen Europas ein wahres Juwel. Die Radregion Bayern-Böhmen verbindet das Fichtelgebirge, den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald mit den geschichtsträchtigen Landschaften Westböhmens. Wo einst der Eiserne Vorhang Europa teilte, radelt man heute auf perfekt ausgebauten Wegen durch eine Region, die ihre gemeinsame Geschichte neu entdeckt.
Ein Ticket, vier Regionen: Das EgroNet-System
Ein entscheidender Vorteil für Tourenradler in dieser Region ist die exzellente Vernetzung durch das EgroNet-Ticket. Statt sich Gedanken über komplizierte Tarifzonen in zwei verschiedenen Ländern zu machen, bietet dieses Nahverkehrssystem eine unkomplizierte Lösung für den gesamten Vier-Länder-Eck-Raum (Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen).
Mit einer einzigen Tageskarte gelangst du bequem per Bahn oder Bus zu den schönsten Startpunkten oder fährst entspannt zurück, wenn die Beine nach einer langen Tour müde werden. Das Beste für uns Radfahrer: In den Zügen innerhalb des EgroNet-Gebiets ist die Fahrradmitnahme bereits im Ticketpreis enthalten. Das macht die Region zu einem Paradies für Streckentouren, bei denen man nicht zwingend zum Ausgangspunkt zurückkehren muss.
Inspiration für deine Routenplanung
Um das Beste aus der Region herauszuholen, bieten sich verschiedene Etappen an, die Natur, Kultur und Technikgeschichte perfekt kombinieren:
Die Genuss-Etappe: Über die Schienen nach Böhmen
Eine der entspanntesten Touren startet in Selb und führt über den Brückenradweg Bayern-Böhmen. Auf rund 50 Kilometern radelst du auf einer ehemaligen Bahntrasse mit sanften Steigungen über beeindruckende Viadukte bis nach Aš (Asch) und weiter nach Cheb (Eger). In Cheb erwartet dich ein herrlicher Marktplatz mit dem berühmten Gebäudeensemble „Stöckl“. Dank des EgroNet-Tickets kannst du von Cheb aus ganz einfach mit dem Zug wieder zurück nach Bayern fahren.
Die Bäder-Runde: Prunk und Pomp im Sattel
Diese Etappe führt dich tief in das böhmische Bäderdreieck. Von Cheb aus geht es Richtung Františkovy Lázně (Franzensbad) und weiter nach Mariánské Lázně (Marienbad). Die Strecke ist geprägt von prachtvoller Kurarchitektur, Kolonnaden und heilenden Quellen. Es ist eine Tour für die Sinne, auf der man sich zwischendurch unbedingt eine Packung der berühmten Karlsbader Oblaten gönnen sollte. Marienbad ist zudem hervorragend an das regionale Schienennetz angebunden, was die Rückreise zum Ausgangspunkt zum Kinderspiel macht.
Die Wald-Etappe: Natur pur im Oberpfälzer Wald
Für Liebhaber einsamerer Wege empfiehlt sich ein Abschnitt auf dem Pfreimdtal-Radweg oder dem Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg. Von Waidhaus aus überquerst du die Grenze nach Bělá nad Radbuzou. Hier ist die Landschaft wilder und ursprünglicher. Man radelt durch dichte Wälder und kleine tschechische Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Diese Etappe fordert konditionell etwas mehr, belohnt aber mit absoluter Ruhe.
Kulinarik ohne Grenzen
Nach einem Tag im Sattel wartet die Belohnung direkt hinter der nächsten Kurve. Die Region ist berühmt für ihre Gastfreundschaft, die keine Grenzen kennt. Während man in der Oberpfalz bei einem frisch gezapften Zoigl-Bier in geselliger Runde zusammensitzt, lockt auf der böhmischen Seite die herzhafte Küche mit klassischen Knödelgerichten und böhmischen Mehlspeisen.
Die Radregion Bayern-Böhmen beweist eindrucksvoll, dass die schönsten Abenteuer oft direkt vor der Haustür liegen – man muss nur über die Grenze radeln.
Die Landratsämter Hof und Wunsiedel haben dazu eine Broschüre herausgebracht. Die Informationen befinden sich auf der Website
Die Antwort lautet leider: nein. Nur in wenigen Fällen lässt sich ein Preis am Markt durchsetzen, der sowohl die Kosten deckt als auch Gewinn ermöglicht. Die Ausgaben für Anschaffung, Wartung und die Erfüllung der Kundenansprüche sind in der Regel schlicht zu hoch.
Wie lange dauert es, bis sich die Anschaffungskosten amortisieren? Wie viel Zeit müssen Mitarbeitende dafür aufwenden? Und wie kann der Service bereitgestellt werden, den Velotouristen erwarten?
Es gab früher tatsächlich einen Anbieter für diese Strecke, doch offenbar lohnte sich dieses nicht. Viele Gäste reisen daher mit dem eigenen Velo an, was in überfüllten Zügen oft zu Problemen führt, da nicht immer ausreichend Platz vorhanden ist.
Ein Zitat aus einem Hotel – Sinnbild für den Veloverleih in Randregionen
Unser Hotel hat lange Zeit zu günstigen Tarifen Velos verliehen. Es war ein Draufzahlgeschäft. Mittlerweile bringen die Gäste meist ihre eigenen Velos mit, vor allem E-Bikes. „Mit einem sehr günstigen Mietpreis würde manch einer auf die aufreibende Mitnahme per Bahn verzichten. Und das bringt bestimmt viele Ausflügler in die Region.“ (Martin Stamm, Hotelier)
Velotourismus ist Teil des öffentlichen Verkehrs. Er rentiert sich in Randregionen zwar selten, ist aber ökologisch, bereitet Spass und wäre eine hervorragende Werbung für jede Region.
Wer denkt, dass das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum in Neckarsulm nur für Motorradfans interessant ist, irrt sich gewaltig. Gerade für Liebhaber historischer Fahrräder – und natürlich für alle, die gerne mit dem Velo reisen – ist dieser Ort ein wahres Schatzkästchen. Das Museum liegt im Herzen der Stadt, nur wenige Meter vom Neckartal-Radweg entfernt, und lässt sich wunderbar in eine Radreise entlang des Neckars oder durch die Seitentäler einbinden.
Die Ausstellung in einem historischen Gebäude erstreckt sich über mehrere Etagen und zeigt auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung der Zweiradtechnik – von den ersten hölzernen Laufmaschinen bis hin zu schnittigen Rennrädern und klassischen Motorrädern. Besonders spannend für Velo-Fans dürfte der große Bereich sein, der sich Fahrrädern mit und ohne Hilfsmotor widmet. So erfährt man zum Beispiel, wie Hersteller wie Adler versuchten, den Wunsch vieler Menschen nach einem motorisierten Fahrrad zu erfüllen – ohne gleich vollwertige Motorräder bauen zu müssen.
Ein Highlight der Ausstellung ist die Saxonette – ein beliebter Hinterradantrieb, entwickelt von Torpedo, der lange Zeit auch für seine zuverlässigen 3-Gang-Schaltungen bekannt war. Ein engagierter Besucher erklärte anschaulich, wie die Saxonette funktioniert, und weshalb sie gerade für Berufspendler ein großer Fortschritt bedeutete.
Neben Klassikern wie dem Mehrtandem, Einrädern, einem Laufrad und sogar einem der ersten Holzräder spürt man die Leidenschaft, mit der hier gesammelt, restauriert und erzählt wird. Es geht nicht nur um Technik, sondern auch um Geschichten – vom Alltagsrad bis hin zum Weltrekord.
Auch wenn Motorräder zahlenmäßig überwiegen, bleibt das Museum ein großartiger Tipp für all jene, die sich für die Entwicklung des Velos interessieren. «Und das Umland?» Ideal zum Weiterfahren!»
Das Neckartal, mit seinen idyllischen Seitentälern, Burgen und Weinbergen, verwandelt jede Weiterfahrt in einen echten Genuss. Neckarsulm erweist sich dadurch nicht nur als Zwischenstopp, sondern als wunderbares Ziel für Radreisende.
Mir hat das Museum echt gefallen! Freundliche Mitarbeiter, spannende Modelle und die rassigen oder aufschlussreichen Bilder präsentieren gemeinsam eine eine fantastische Ausstellung. Zur Bewirtung der Gäste steht das Restaurant am Schlossplatz zur Verfügung, die Innenstadt ist in unmittelbarer Nähe.
Der Meinradweg ist ein abwechslungsreicher Radpilgerweg, der verschiedene Klöster und Kirchen miteinander verbindet und dazu einlädt, deren Gastfreundschaft zu erfahren. Der Weg ist nach dem heiligen Meinrad benannt, der als «Märtyrer der Gastfreundschaft» gilt. Radpilger/-innen können entlang des Weges Pilgerstempel und Aufkleber sammeln, um ihren zurückgelegten Weg im Pilgerausweis zu dokumentieren.
Der Meinradweg erstreckt sich durch wunderschöne Gegenden in Baden-Württemberg, der Bodenseeregion und der Zentralschweiz. Unterwegs passiert man die Burg Hohenzollern, zahlreiche Kirchen und Kapellen sowie historische Städte wie Balingen, Radolfzell, Konstanz und Rapperswil.
Mit einer Fahrzeit von jeweils 4½ – 8 Stunden besteht der Radweg aus bis und mit vier Tagesetappen, kann aber auch in fünf oder mehr Tagesetappen mit einer Fahrzeit von 2 – 6 Stunden bewältigt werden. Letzteres ist besonders für diejenigen Radpilger/-innen empfehlenswert, die eine längere Anreise zum Ausgangspunkt des Meinradwegs haben oder die kulturellen Highlights und Naturschönheiten entlang des Weges gemütlich erkunden möchten.
Zu beachten ist, dass der Routenverlauf nicht ausgeschildert ist. Es wird empfohlen, das bereitgestellte Kartenmaterial der entsprechenden Website mitzunehmen oder die Freizeit-App Outdooractive zu nutzen, um den Routenverlauf einfach via GPS zu verfolgen.
Der Meinradweg bietet eine einzigartige Möglichkeit, einen rund vier- bis fünftägigen Radpilgerweg mit facettenreichen spirituellen Themen zu erleben, dabei die Schönheit der Landschaften und die kulturellen Sehenswürdigkeiten entlang des Weges zu genießen.
Zu Kirchenreisen gehört mir eine Webseite; wir beschrieben darauf auch Schweizer Klöster, wie die beiden Klöster Fischingen und Einsiedeln.
106 Kilometer durch malerische Landschaften zieht sich der Remstal-Radweg von den Toren Stuttgarts aus; neben blühender Weinkultur, vorbei an eindrucksvollen Fachwerkhäuser und zwischen idyllische Streuobstwiesen durch.
Die Streckenführung entlang der Rems kennt nur wenig Steigungen. Überall erscheinen schöne Parks, Grill- und Erlebnisspielplätze.
An den Ufern der Rems offerieren Kanu-Verleihstationen und Beachvolleyballfelder weitere sportliche Betätigungen. Ein schönes Reiseziel für jedweden.
Der Startpunkt liegt in Weinstadt-Endersbach am Bahnhof und führt bis zur Mündung der Rems in den Neckar und dann bis hin zu den Ausläufern der Ostalb nach Aalen. In Essingen ist ein Abstecher (4 km) auf dem geschotterten Remsquellenweg zum Remsursprung empfehlenswert.
Der Remstal-Radweg wurde vom ADFC als Qualitätsradweg mit vier Sternen ausgezeichnet. Er ist durchgehend mit blauen ,,Remswellen» als Bodenmarkierung ausgeschildert. Für Familien und Kurzausflügler lohnt es sich nur einzelne Etappen des Remstal-Radwegs zu fahren. Ein- und Ausstiege sind aufgrund der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr möglich, die Betreiber empfehlen vier Etappen. Eine entsprechende Tour findet sich beim ADFC.
Koordiniert wird das Projekt vom Rems-Murr-Kreis, eingebunden sind 16 Kommunen und drei Landkreise. Am Radweg finden sich E-Bike-Ladestationen, Bikeparks, Pumptracks und viele Radservice-Stationen.
Beschreibung des Radwegs auf der Webseite vom Remstal; remstal-radweg.de
Mit dem Velo in die Ferien gibt es drei Alternativen
Eigenes Velo mitnehmen, z.B. mit Zug oder Auto
vom Hotel oder Gastgeber werden Velos verliehen.
Verleihfirmen oder Fahrradgeschäft vor Ort.
Das beabsichtigte ich, in einem Velogeschäft zu bereden. Ein Lehrling zeigte sich davon begeistert. Seinem Chef störte dieses Gespräch und rief von hinten, “wir müssen weitermachen.»
Ich schenke dem Lehrling eine Pralinenschachtel, befestige eine Visitenkarte. Sein Chef ruft, “lege es zur Kaffeemaschine” und verschwindet. Der raue Umgang schockierte mich schon. Bei meinem Velohändler spielt sich das halt so ab, «doch jeder kann einen schlechten Tag haben.» Ich kam nicht umhin, den Fall zu melden, aufgrund der Antwort denke ich, dass Wert auf eine kundenfreundliche Ausbildung gelegt wird.
Eigenes Velo
Ein Velo ist sperrig, der öffentliche Verkehr müsste hier seine Kapazitäten ausbauen. Denn so kann es bei beliebten Strecken sehr eng werden, (wie bisher). Für Velos bestehen Fahrradhalter. Der Vorteil; man erkennt sofort das eigene Rad und fährt mit dessen Miete sogar günstiger als durch manchen Transport zum Urlaubsort. Zudem ist man durch das Mieten hinsichtlich Mietdauer und Organisation weniger angebunden.
Hotel
Bei der Ausstattung von Hotels könnten Fahrräder einbezogen werden. Das Hotel du Parc hält zwei Fahrräder für Gäste bereit. Beim Gastrokönig Eglin stößt jedoch meine Empfehlung auf taube Ohren.
Ich bat Herrn Eglin, eine gemeinsame Lösung zum Veloverleih für Badener Touristen zu finden. Die Stadt Baden betreibt am Bahnhof eine Velostation, die einbezogen werden könnte. Von seinen beiden Hotels Blue City und Trafo wären es nur ein paar Schritte dorthin.
Generell möchte ich die Zusammenarbeit der Hotels stärken, ich habe diese wunderbare Vision von gemeinsamen Werbeaktionen. Ein attraktives Veloangebot könnte eine solche Idee ausmachen.
Verleihfirmen
Es gibt Verleihfirmen, die vor allem in größeren Städten zu finden sind. Bequem per Smartphone können die Räder gebucht werden. An touristischen Hotspots eröffnet jemand vielleicht einen Fahrradverleih.
Dem Velohändler hemmt das in der Regel sein Geschäft, wartungsaufwändig ist es und kostet verhältnismäßig hohe Investitionen. Ich hatte dazu intensiv und oft mit Albert Taubmann in Selb diskutiert, der es nicht verwirklicht sowie mit Jan Ahlers in Witzenhausen, welcher es hingegen anbietet.
Fazit
Schliesslich bevorzuge ich «die Hotellösung». Ferner braucht es immer ein gemeinsames Vorgehen und stellt sich am Ende als Herausforderung für lokale Tourismusbehörden heraus. Schön punktet jener, welcher durch seinen Urlaub die lokale Wirtschaft unterstützt statt sich einem Transportstress auszusetzen.
Gerade für kleinere Orte macht dieses Thema eine große Herausforderung aus. Eine Diskussion mit dem Tourismusverband «Schwäbische Alb» auf der CMT Stuttgart. Es sei besser, wenn die Fahrräder geliehen werden, so ist der Urlaub entspannter. Es ist immer gut, wenn alle Beteiligten mitmachen. Auf der Schwäbischen Alb für manche Orte kostenloser E-Bike Verleih mit der Gästekarte Albcard eingeschlossen.
In den Ballungszentren sind “Startups” aktiv, die sich als Plattform durchsetzen möchten und wenig mit den Kommunen arbeiten. Es braucht hingegen Stellplätze, E-Bikes müssen geladen werden. Leider walten hier oft prekäre Arbeitsverhältnisse.
«Erneuerbare Energien per Rad erleben.» Mit dieser Absicht wirbt der rund 40 km lange Energie-Radweg in einzigartiger Natur- und Kulturlandschaft des Thüringer Saalelandes. Der Energieradweg verbindet die Radfernwege Elster-Radweg und Saaleradweg.
Der Weg führt vorbei an zahlreich regenerativen Energieanlagen. Von Nickelsdorf bis Döbritschen „erfährt» der Radfahrer durch Sinnes- und Informationsschilder Näheres zur jeweiligen Anlagentechnik und zum Nutzen der Erneuerbaren Energien.
Auf der Tour erwarten die Radfahrer viele Möglichkeiten zum Entdecken, Einkehren und Übernachten. Aufgrund der zahlreichen Anstiege ist ein E-Bike oder eine gute Leistungsfähigkeit empfehlenswert.
Rast und Genuss erlebt der Besucher an folgenden Orten;
Nickelsdorf Gutsherrschenke, +49 36693 23090
Crossen Hotel & Gasthof Weißes Ross, +49 36693 4850
Königshofen Gasthof ,Auf der Heide, +49 36691 46937
Schkölen Restaurant Ratskeller, +49 36694 22473
Döbritschen Imbiss Saalerastplatz +49 36421 24736
Ich habe noch nach Fahrradverleihern für Gäste gesucht, die ohne E-Bike anreisen. Es gibt sowohl in Camburg als auch in Eisenberg ein Fahrradgeschäft, zu beiden Geschäften habe ich keine Webeite gefunden.
Sicher dürfte es aber in Jena, der nächsten grösseren Stadt einen E-Bike zur Miete geben, vielleicht bieten diesen Service auch Hotels an.
Folgende Stationen lohnen sich:
1 Rittergut Nickelsdorf mit Nachhaltigkeitspfad (in Entstehung) 2 Sinnuspunkt, «Schall & Rauch – Mobilität & Emissionen» 3 Milchzapfstelle und Biogasanlage Königshofen 4 Historische Wasserkraftnutzung Stünzmühle 5 Photovoltaik Kämmeritz 6 Sinnespunkt „Da blüht uns was – Energiepflanzen“ Hainchen 7 Wärmenutzung von Biomassekraftwerk & Biogas Schkölen, Begehung nach Voranmeldung 8 Familienspielplatz Erneuerbare Energien» Schkölen 9 Windkraft & Biogas Frauenprießnitz 10 Sinnespunkt, «In der Ruhe liegt die Kraft – Potenzielle Energie» 11 Wasserkraftwerk Döbritschen
Auf meiner Märchenreise in Witzenhausen stiess ich auf die Initiative «Bett & Bike» des ADFC, (ADFC; Allgemeiner Deutschen Fahrrad-Club). Das Konzept bietet Radfahrern die Möglichkeit, fahrradfreundliche Hotels in Deutschland zu buchen. Die Initiative funktioniert, indem sie Hotels ermöglicht sich für das Programm des ADFC anzumelden, sprich aufgrund dieser Hotelanmeldungen.
Zusätzlich werden Fragen zu weiteren Dienstleistungen wie zu Leihfahrrädern, Wartungs- und Reparatureinrichtungen geklärt. Die Anforderungen zur Registrierung spiegeln daher gewisse Anforderungen wieder: Hotels müssen über ausreichende Fahrradstellplätze verfügen, Lademöglichkeiten anbieten und über nahegelegene Radwege informieren.
In der Schweiz würde ich mich über eine ähnliche Initiative freuen. Bei mir liegt eine Broschüre des E-Bike-Herstellers FLYER AG auf, die über verschiedene Routen informiert. Seitens der Schweizer Bundesbahnen treten einige Angebote auf den Plan, spezifisch für Tagesausflüge mit dem Rad entlang von Flüssen oder auf Abfahrten in Bergregionen. Hier würde ich gerne eine ähnliche Zusammenarbeit wie der ADFC mit Hotels sehen.
Wie sehen da die Pläne aus, wem kommen hierzu Ideen für in die Schweiz in den Sinn?
Aufgrund Urlauber erfreut sich der Fahrradverleih über die letzten Jahre zunehmender Beliebtheit. Sowohl Händler als auch Hotelpersonal verleihen Fahrräder. Ich konnte in Witzenhausen bei Excellent Bikes ein E-Bike für einen Ausflug durch das Werratal mieten.
Dieser Händler bei Excellent Bikes gab sich beachtliche Mühe dabei. Viele Fahrräder standen mir zur Auswahl, und wir sprachen über die Zukunft des Fahrradverleihs. An Tourismus-Hotspots lohne sich der Radverleih, in Witzenhausen eher nicht; obwohl es da schöne Radstrecken gebe, erklärte er mir.
Dabei ist es viel bequemer ohne eigenes Rad anreisen zu müssen. Auch die Bahn stösst hier oft an ihre Kapazitätsgrenzen.
Mehr Hotels könnten mehr tun; wie erwähnt, im Bereithalten von Fahrrädern, in einer zweite Option eventuell sogar mit anderen Anbietern zu tauschen. Gäste könnten bereits bei der Buchung ihre Ausflüge mit einem Fahrrad bestellen.
Im Werratal unternahm ich meine Märchenreise. Mit normalen Rädern kann gefahren werden, kaum Steigungen, ein E-Bike stimuliert zusätzlich, sobald die Kraft fehlt. Auf dem Radweg wunderbare Rastplätze oder gemütliche Restaurants, wo das Rad geladen werden kann. Echt lässt Radtourismus die Natur erleben. Ich kann jedem Velofreund eine Reise in die Flussregion von Weser und Werra empfehlen.
Wie könnte der Radtourismus in Witzenhausen gesteigert werden? Einerseits indem man das Angebot von Exellent Bikes noch besser nutzt, bzw. promotet, andererseits sollten auch Hotels in E-Bikes investieren. Letztere könnten damit, angepasst an unsere Zeitströmung, den Urlaub verschönern. Ein prima Effekt kann eine effiziente Zusammenarbeit der Hotels mit Pensionen vor Ort ausmachen. Zu guter Letzt würde dies einen kleinen Wettbewerbsvorteil ergeben.
Der ADFC, ein deutscher Fahrradclub zeichnet Hotels aus, die fahrradfreundlich sind. Jeder Gastgeber kann sich dort aufnehmen lassen.
“An der Saale hellem Strande, stehen Burgen stolz und kühn …” das bedeutet für Radfahrer über 400 km Natur, Kultur und Genuss. Hier veröffentlichen wir die Karten und einige Informationen zur Fahrt. Insgesamt sind es neun Etappen. Die Quelle liegt in meiner Heimat, dem Fichtelgebirge, vielleicht 20 km von meinem Elternhaus entfernt.
Der Saale Radweg gilt als reizvoll und abwechslungsreich mit schönen Burgen, Schlössern, Weinbergen und mittelalterlichen Städten. Empfehlenswert ist die Kombination mit der Bahn.
Die Saale entspringt im Fichtelgebirge bei Zell, am Nordhang des großen Waldsteines.
Es empfiehlt sich eine Anreise mit der Bahn. Dazu können Sie den Bahnhof in Münchberg oder in Hof als Ausgangspunkt nutzen. Von Münchberg aus fahren Sie nach Zell, von dort führt der Radweg immer an der Saale entlang über Schwarzenbach a.d. Saale.
Weiter geht es nach Oberkotzau mit seinem Fernwehpark und Hof, der grössten Stadt in der Region. Die Hofer lieben den Untreusee. . Um den See gibt es einige Einkehrmöglichkeiten. Hof besitzt mit dem Hofbad ein attraktives Hallenbad. Die Saaleauen sind für eine Landesgartenausstellung neu gestaltet worden. Lohnenswert ist auch der Bürgerpark Theresienstein.
Ein Abstecher lohnt sich nach Weissenstadt mit dem Radion Bad Siebenquell.
Die Wegverhältnisse sind anspruchsvoll, wenig befahrene Landstrassen und gut ausgebaute Forstwege. Von Hof fahren Sie durch hügelige Landschaft und schattige Wälder. Der Anstieg nach der A72 wird mit einer Abfahrt zur Fattigsmühle entschädigt. Es geht nach Joditz mit schöner Kirche und dem privaten Jean Paul-Museum.
Kurz vor Hirschberg führt der Radweg nach Untertiefengrün. Hier ist der Saale-Grenzfluss von Bayern und Thüringen. Weiter geht’s entlang des Schlosses Rudolphstein vorbei ins Tal und anschließend bergaufwärts auf der wenig befahrenen Landstraße Richtung Pottiga. Hier gibt es einen weitläufigen Blick über die Saale. Anschließend geht es bergab nach Blankenberg, um auf dem letzten Stück wieder bergauf anzusteigen. Sie erreichen das Etappenziel Blankenstein.
Touristinformation Blankenstein (01.04. bis 30.10.) Selbitzplatz 1 D-07366 Rosenthal am Rennsteig +49 36642 29533
Sehenswürdigkeiten
1 Burgruine Saalenstein 2 Fattigsmühle 3 Jean-Paul-Museum (Joditz) 4 Aussichtspunkt Petersgrat 5 Museum für Gerberei und Stadtgeschichte (Hirschberg) 6 Hirschberger Hag mit Hängesteg und Gondelstation 7 Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth 8 Eisenpark 9 Skywalk Pottiga mit E-Bike-Ladestation 10 Schlossruine und Naturdenkmal 11 Bastei« Blankenberg “Drehkreuz des Wanderns” 12 Museum Rennsteig und Mee(h)r 13 Burgruine Lichtenberg 14 Therme und Spielbank Bad Steben
Der ausgebaute Radweg von Blankenstein bis Saalburg ist für sportlich ambitionierte Radfahrer geeignet.
Der Saaleradweg startet in Etappe 3 in Blankenstein und führt Sie durch das Thüringer Schiefergebirge entlang des Thüringer Meeres. Zum Teil erwarten Sie starke Steigungen und eine hügelige Wegführung, aber die einmaligen Panoramablicke sind jede Anstrengung wert.
Nächstes Ziel: Saalburg mit vielen touristischen Attraktionen wie z.B. der Kletterwald, Bootsverleih, Fahrgastschifffahrt oder Sommerrodelbahn. Auf einer ehemaligen Bahntrasse radeln Sie weiter über Gräfenwarth nach Burgk.
Von dort oben genießen Sie einen unvergesslichen Ausblick auf die fjordähnliche Landschaft. Weiter wird auf ufernahen Forstwegen nach Walsburg geradelt. In Ziegenrück kann das Wasserkraftmuseums inspiziert werden.
Informationen
Stadtinformation Bad Lobenstein Graben 18 D-07356 Bad Lobenstein +49 36651 2543
Für die Strecke braucht es eine gute Kondition. Gut ausgeruht beginnt die Etappe mit einer Steigung nach Paska. Es folgt eine rauschende Abfahrt zur Linkenmühle. Die Mühlenfähre setzt Sie von Ostern bis vor Ende der Herbstferien bequem und schnell nach Altenroth über. Ausserhalb der Fährzeiten müssten Sie von Ziegenrück nach Altenbeuthen fahren. In Reitzengeschwenda befindet sich ein Volkskundemuseum.
Die Strecke führt anschließend bergab zur imposanten Staumauer Hohenwarte, weiter nach Kaulsdorf. Der Abschnitt bis in die Stadt Saalfeld ist durch einige steile An- und Abstiege geprägt. Saalfeld gilt als «Steinerne Chronik Thüringens». In der Nähe sind die Feengrotten.
Der Streckenabschnitt ab Saalfeld ist aufgrund der wenig steilen Anstiege und gut ausgebauten Radwege sehr familienfreundlich. Kulturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Das Residenzschloss Heidecksburg, thront über Rudolstadt. Im Schillerhaus waren sich Goethe und Schiller erstmals begegnet.
Von Rudolstadt führt der Weg vorbei an der Weißenburg. Das nächste Ziel ist der Flösserort Uhlstädt mit seinem Flössereimuseum. Weiter «radelt es sich» über Freienorla, wo die Orla in die Saale mündet. Schließlich lohnt es sich die Leuchtenburg zu besuchen.
https://porzellan.reisen/leuchtenburg/
Nur wenige Kilometer entfernt liegt die lebendige Universitäts- und Lichtstadt Jena – eingebettet in südländisch anmutende Muschelkalkhänge. Hier steht das dienstälteste Planetarium der Welt. Die Tagesreise können Sie am Abend in der malerischen Kneipenmeile ausklingen lassen.
Jena wird über die Kunitzer Hausbrücke verlassen. Von weitem grüßen die Domburger Schlösser. Es heißt, Fahrrad abstellen und den Schlosspark und die Schlösser besuchen. Wieder auf dem Radweg wird Ihnen nach dem Anstieg zum Zementwerk ein Blick auf das Saaletal geboten. Weiter geht es durch schöne Weindörfer, wie z.B. Kaatschen, wo Sie direkt am Saaleufer Weine genießen können.
Etwas später sehen Sie die berühmten Saaleburgen Rudelsburg und Burg Saaleck am Horizont. Ein Abstecher lohnt ich! Im Anschluss kommen Sie nach Bad Kösen. Unterhalb des Gradierwerkes führt der Saaleradweg entlang bis nach Naumburg. Auf dieser Strecke werden Sie von Weinbergen des Anbaugebietes Saale-Unstrut begleitet.
Tagesziel ist die Domstadt Naumburg mit historischem Stadtkern und des Naumburger Doms St. Peter und Paul.
In dessen Nähe besuchte ich einst die Sektkellereien, am bekanntesten ist Rotkäppchen;
Etappe 7 Von Naumburg (Saale) nach Halle (Saale) (61 km)
In der Etappe 7 von Naumburg nach Halle windet sich die Saale durch ein idyllisches weitläufiges Tal, dessen Talhänge von alten Befestigungen gekrönt sind. Nach Schönburg erblickt man das Schloss Goseck. Die Saalebrücke in Leissling ermöglicht es, Schloss Goseck auf kurzem Weg zu erreichen.
Zurück auf dem Saaleradweg wird die ehemalige Residenzstadt Weißenfels erreicht. Hier entdecken Sie eine historische Altstadt mit dem Barockschloss Neu-Augustusburg. Das längste Gradierwerk Deutschlands und der Kurpark Bad Dürrenberg laden zur Besichtigung ein, wie auch Merseburg, eine der ältesten deutschen Städte. In Richtung Halle folgt eine reizvolle Auenlandschaft, bevor die Saale die Weiße Elster aufnimmt.
Die über 1200-jährige Händelstadt Halle präsentiert viele Sehenswürdigkeiten und ein reiches Kulturangebot. Sie beherbergt mit der Burg Giebichenstein und der Moritzburg sowohl die älteste als auch die jüngste Burg an der Saale.
Sehenswürdigkeiten 1 Burg Schönburg 2 Schloss Goseck über Saalebrücke 3 Sonnenobservatorium Goseck 4 Heinrich-Schütz-Haus 5 Schloss Neu-Augustusburg 6 Kurpark mit Gradierwerk und Borlachturm 7 Merseburger Dom 8 Schloss Merseburg 9 Franckesche Stiftungen 10 Marktplatz Halle 11 Neue Residenz mit Geiseltalmuseum 12 Kunstmuseum Moritzburg Halle 13 Oberburg Giebichenstein 14 Landesmuseum für Vorgeschichte 15 Bergzoo Halle
Etappe 8 Von Halle (Saale) nach Bernburg (Saale) (58 km)
Von Halle führt der Radweg durch die Landschaft des Naturparks “Unteres Saaletal”. Hoch über dem Saaletal thront die Stammburg der Wettiner. Die historische Templerkapelle in Mücheln lädt in den Sommermonaten zu Konzerten ein. Weiter geht es in die alte Schifferstadt Alsleben mit ihrem Saaltor als ehemaliger Teil der Stadtmauer.
Das aus der mittelalterlichen Grafenburg entstandene Renaissanceschloss Plötzkau beeindruckt mit großer Anlage und mehr. Der Radweg führt weiter durch den artenreichen Auwald zwischen Plötzkau und Bernburg, Die alte Residenzstadt des ehemaligen Herzogtums Anhalt-Bernburg ist Ziel der Etappe. Bernburg wird durch das malerische Schloss dominiert, zu welchem der Eulenspiegelturm gehört.
Etappe 9 Von Bernburg (Saale) zur Saalemündung(32 km)
Die neunte Etappe führt bis zum Ziel nach Barby, wo die Saale als breiter, schiffbarer Fluss in die Elbe mündet. Zahlreiche Kulturstätten liegen am Weg. Hervorzuheben sind die Klosterkirche St. Marien und St Cyprian in Nienburg.
Weiter geht es über Wedlitz und Wispitz nach Tippelskirchen und Gottesgnaden bei Calbe. Von dort aus lohnt sich ein Abstecher nach Calbe, die Rolandstadt am Saalebogen. Der Weg führt über die neue Saale-Brücke oder die Fähre Calbe/Gottesgnaden. Weiter läuft der Saaleradweg durch die Aue über Trabitz nach Groß Rosenburg. Dort setzt die Fähre auf das andere Saaleufer über. Auf einem gut ausgebauten Wirtschaftsweg wird die Mündung in die Elbe bei Barby erreicht. Die reizvolle Landschaft gehört zum «UNESCO Biosphärenreservat Mittelelbe».
Wir empfehlen die Weiterfahrt bis nach Schönebeck auf dem Elberadweg. Dort gibt es gute Verbindungen zum Bahnverkehr.
1 Schafstall Grimschleben 2 Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian 3 Markt und Rolandfigur Calbe 4 Prinz und Prinzesschen Barby 5 Seepark Barby 6 Saalemündung 7 Gradierwerk Schönebeck/ Bad Salzelmen 8 Gesundheits- und Erholungsbad «Solequell Bad Salzelmen» 9 Ringheiligtum Pömmelte
Weitere Radwege
Elbradweg Europaradweg (Radweg Deutsche Einheit) Wipperradweg Boderadweg 3 Fähren Tour Börde Hamster Radweg